Ich liebe Polaroids und Washi-Tapes sowieso

DIY-Polaroids und Washi-Tapes f. Hochzeitsdeko

Vielleicht ist es meinem Jahrgang geschuldet, dass mich die 70er und 80er dahingehend prägten, dass mir diese spielzeugähnlichen Kameras schon nicht mehr aus dem Kopf gehen wollen, geschweige denn die Fotos selber. Ein Polaroidfoto mag von der haptischen Qualität vergänglich sein, aber das Foto an sich kann durch die morbide Note schnell zum speziellen Foto, ja gar zum Unikat avancieren. Im digitalen Zeitalter eine Seltenheit. Das lässt Sehnsüchte aufkeimen und veranlasst viele Fotografen, wieder die Analogwelt neu zu entdecken. Das ist auf jeden Fall ein starkes Argument, da wir ja tagtäglich umgeben sind von vielen stereotypen Motiven. 😉

Oder, wer kennt das nicht?

Welcher Dienstleister bietet dennoch diese vermeintliche  Polaroid-Qualität? Ich habe photolebrity.de in die engere Auswahl genommen (ist der gleiche Anbieter wie photoloveprints.com – nur teurer und als spezieller Service für Hochzeitsfotografen zu verstehen) und dort ein Paket „Polaroids“ bestellt. Für 39 Euro erhält man 24 polaroidähnliche (Maße 8,5 x 10 cm) Prints in einer Geschenkbox versandkostenfrei. Wie ich finde, bei diesem Preis angemessen. Die Rückseite der Polaroids kann beliebig bedruckt werden, z.B. mit einem Logo. Die Bilder treffen nach 3 bis 4 Tagen direkt beim Hochzeitspaar ein. Das ist zweifelsohne das ausschlaggebendste Argument. Der Fotograf kann das vor Aufregung wartende Brautpaar mit ersten Eindrücken der Hochzeit erfreuen, um so die Wartezeit etwas zu überbrücken.

Die Bilder sind wie bereits oben erwähnt nichts für richtige Liebhaber der wahren Polaroidpracht, da sie aufgrund des Digitaldruckverfahrens eine fast schon langweilige und klinische Anmut haben. Der versprochene „Vintage-Look“ ist eigentlich gar nicht gegeben. Ich habe in der „Post“ die Entwicklung der RAW-Dateien durch das Film-Emulations-Preset-Kit von VSCO gejagd und dadurch einen Vintage-Look erzwungen, damit die Prints diese Anmutung erhalten!
Eigentlich kann ich die ohnehin vorhandende und mittlerweile liebgewonnene Mittelformatkamera Mamiya RB 67 auch mit einem Polaroid-Rückteil ausstatten. Juchu, das wäre doch eine Lösung 😉 und Fujifilm stellt dafür auch noch das passendes Polaroid-Papier her. So können wir als Dienstleister echte Polaroids mit professioneller Qualität anbieten, ohne auf sog. Spielzeugkameras oder unbefriedigende Lösungen angewiesen zu sein, die etwas versprechen, was sie nicht einhalten können.

Es leben die analogen Polaroids! 🙂

Es gibt viele Möglichkeiten Polaroids zu Hause aufzuhängen. Ich habe mir in meiner Werkstatt Wäscheklammern geschnappt, diese mit Washi-Tape beklebt, Papierrahmen zugeschnitten, beklebt, ein Holzbrett weiß gestrichen und es zum Polaroid-Board umfunktioniert. Anstatt eines Boardes kann man natürlich auch einfach die Polaroids mit Haftpunkten an einer schönen Tapete befestigen.
Mir hat die beklebte Wäscheklammer auf einem Holzbrett besser gefallen, weil man so schneller auch Mal ein Foto austauschen kann. Die vielseitig verwendbaren Washi-Tapes gibt es mittlerweile bei unterschiedlichen Anbietern, ich habe sie bei dawanda bestellt und neuerdings gibt es sie auch in kleiner Auswahl im Ikea Papershop in Berlin-Tempelhof, in anderen Berliner Ikea-Filialen wohl erst ab Oktober.

Euch noch einen schönen Sonntag!

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